Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Masseure in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Schleimbeutel in den Gelenken und wie ihre Entzündung vermieden wird

Schleimbeutel in den Gelenken und wie ihre Entzündung vermieden wird

Mehr als 150 Schleimbeutel gibt es im menschlichen Körper. Die relativ unscheinbaren, säckchenartigen Strukturen können enorme Beschwerden verursachen. Ob im Knie oder in der Schulter, eine Entzündung der Schleimbeutel ist eine unangenehme Angelegenheit. In manchen Fällen sind sogar die Sehnen involviert, wodurch sich die Symptome zusätzlich verstärken. Wie du einer Schleimbeutelinfektion vorbeugst, zeigen wir dir im folgenden FAQ. Dort lernst du auch Wissenswertes über passende Massagetechniken und über weitere Therapieformen bei einer Schleimbeutelentzündung.

Wodurch entsteht eine Schleimbeutelentzündung?

Die Schleimbeutel oder Bursae sind ein zentrales anatomisches Element der Gelenke. Mit Sicherheit weisst du, an welchen Körperstellen du gelenkige Verbindungen hast. Überall dort findest du die Schleimbeutel. Das kann an den Ellenbogen oder am Knie, an der Schulter oder an der Hüfte sein. Spätestens dann, wenn du eine Entzündung der Schleimbeutel, eine Bursitis hast, wirst du diese Komponenten wahrnehmen.

Entzündliche Vorgänge in den Gelenken, speziell an den Schleimbeuteln, sind bedingt durch:

  • übermässige Belastung des betroffenen Gelenks
  • dauerhafte Überstrapazierung des Gelenks, der Sehnen, der Muskeln oder der Bänder
  • Gelenkverschleiss (durch vermehrte Beanspruchung oder Alter)
  • Rheuma, Gicht, Arthrose
  • bakterielle Infektionen

Eine typische Belastungsbursitis betrifft beispielsweise die Achillessehne oder die Oberarme. Sie kann sich aber auch an anderen Gelenken manifestieren.

Wie äussert sich eine Schleimbeutelentzündung im Knie?

Die Bursitis im Kniegelenk ist zunächst durch die charakteristischen Anzeichen einer Entzündung gekennzeichnet.

  1. Das Knie schwillt an, weil sich Flüssigkeit aus dem Gewebe eingelagert hat.
  2. Durch die vermehrte Durchblutung rötet sich das Knie.
  3. Schmerzen sind der entstehenden Reibung und damit der Reizung der Nerven geschuldet.
  4. Die Erwärmung liegt in der Bekämpfung der Entzündung durch das Immunsystem begründet.

Die Entzündung der Schleimbeutel im Knie verläuft fast immer akut. Sie kommt plötzlich und unerwartet. Sie bedeutet, dass du äussere Einflüsse wie Mikrotraumata an den Schleimbeuteln erlitten hast, als deren Folge sich eine Entzündung bildet.

Welche Beschwerden löst eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter aus?

Hast du eine Entzündung der Schleimbeutel im Schultergelenk, dann lassen sich in der Regel vergrösserte Lymphknoten ertasten. Sie schwellen durch ihre unmittelbare Nähe zum Gelenk oftmals mit an. Die chronische oder akute Schleimbeutelentzündung des Schultergelenks (bursitis subacrominalis) äussert sich durch:

  1. zunehmende Verringerung der Beweglichkeit und des Aktionsradius der Schulter
  2. Anstieg von Druck- und Hebeschmerz
  3. stechende Schmerzen vor allem in der Nacht
  4. Abnahme der Muskelkraft
  5. Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung oder Überwärmung

Diese Entzündungsmerkmale sind Hinweise auf eine bakterielle Infektion der Bursa oder eine septische Bursitis. Führst du mit dem Arm einseitige Bewegungen aus, strahlen die Schmerzen bis in deinen Ellenbogen hinein. Dein Schultergelenk behält im Unterschied zum entzündeten Knie seine anatomische Form bei.

Werden die Sehnen immer in Mitleidenschaft gezogen?

Nicht immer müssen deine Sehnen in den entzündlichen Vorgang einbezogen sein, allerdings sind sie recht oft betroffen. Haben sich in deinen Sehnen Kalkablagerungen gebildet, sind diese ein Risikofaktor, denn sie fördern eine Entzündung der Schleimbeutel. Ist der Raum oberhalb des Schultergelenks knapp, beispielsweise durch Abnutzung am Gelenk, dann sind Sehnenrisse nicht auszuschliessen. Diese Läsionen stellen weitere Entzündungsherde dar, die auf die Schleimbeutel übergehen können.

Welche Therapien greifen bei einer Bursitis?

Die Behandlung einer Bursitis hängt bei jedem Patienten von mehreren Faktoren ab. Im Allgemeinen greifen die Fachärzte zu zwei Varianten. Anfangs kannst du dich für eine nicht-operative Behandlung entscheiden. Die konservative Therapie beinhaltet:

  1. pausieren, Gelenk entlasten
  2. Entzündungsstelle kühlen
  3. Kompressionsverband anlegen (nicht zu fest, um die Blutversorgung zu gewährleisten)
  4. Lagerung erhöht (damit die Schwellung abnimmt)
  5. Verschreibung von Arzneimitteln wie Antibiotika gegen Bakterien sowie NSAR oder nicht-steroide Antirheumatika (entzündungshemmend, abschwellend)
  6. Ergusspunktion: Um den Druck aus dem Gelenk und von den Schleimbeuteln zu nehmen, empfiehlt sich die Entnahme von Gewebeflüssigkeit. Der Arzt verwendet dazu eine Spezialkanüle.
  7. Injektion: Der Wirkstoff wird direkt in den Entzündungsherd gespritzt. Das Arzneimittel gelangt somit sofort an seinen Wirkungsort.

Helfen alle diese Prozeduren nicht, steht dir als zweites eine Operation, die Bursektomie, zur Wahl. Während eines ambulanten Eingriffs erfolgt hier die Entfernung der Schleimbeutel unter Lokalanästhesie. Das lohnt sich dann, wenn die Bursitis bei dir chronisch geworden ist. Beachte die möglichen Risiken und Komplikationen, vor allem Störungen der Wundheilung und Infektionen des Operationsfeldes.

Welche physiotherapeutischen Behandlungen sind indiziert?

Gute Chancen auf Heilung hast du mit einer Kombination aus manueller und physikalischer Therapie. Dazu begibst du dich in die Physiotherapie. Dort erwarten dich folgende Methoden:

  • Laserbehandlung
  • Stosswellenbehandlung
  • Ultraschallbehandlung
  • Krankengymnastik
  • indirekte Massage

Die manuellen Behandlungen umfassen Massagen unter Ausübung von Druck, Zug sowie der Blockadenlösung. Sie bearbeiten die Knochen und die Muskulatur.

Wie kann ich einer Entzündung der Schleimbeutel vorbeugen?

Möchtest du entzündlichen Krankheiten der Schleimbeutel prophylaktisch entgegenwirken, empfehlen sich:

  • regelmässiges Training mit Dehnung und Kräftigung der Muskulatur
  • keine einseitigen Bewegungen
  • Fehlhaltungen vermeiden
  • Schutzpolster anlegen (Ellenbogengelenk, Knie)
  • ergonomische Sitzmöbel verwenden

Damit erzielst du langfristige Effekte. Natürlich ist Sport mit gut sitzendem Schuhwerk die beste Prävention. Achte immer darauf, dass die Gelenke so weit wie möglich geschont werden.

Der Massagevergleich für die Schweiz. Finde die besten Masseure in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Ayurveda-Massageöl richtig anwenden? Diese Tipps helfen

Ayurveda ist eine viele Tausende Jahre alte indische Lehre. Sie kann heilen, doch Ayurveda ist viel mehr als eine Heilkunst. Das Ziel von Ayurveda ist es, uns bis ins hohe Alter fit und gesund zu halten. Die Massage mit natürlichen Ölen nimmt einen grossen Stellenwert ein. Die indische Philosophie geht jedoch noch viel weiter. Wichtige Bestandteile dieser Lehre sind eine gesunde Ernährung, regelmässige Meditation, Massagen mit natürlichen Ölen sowie die Linderung und Heilung von Beschwerden. Ein von Ayurveda geprägter Lebensstil kann zu mehr Gelassenheit und Entspannung verhelfen.

Schröpf Massage: Mit Unterdruck gegen Schmerzen und Verspannungen

Die Schröpf Massage unterscheidet sich sehr von allen anderen bekannten Massagearten. Bei ihr wird nämlich nicht mit den Händen, sondern mit Schröpfgläsern gearbeitet. Neu ist dieses Therapieverfahren aber nicht: Bereits etwa 3.000 vor Christus führten griechische und ägyptische Ärzte das Schröpfen durch. Dass diese Behandlung positive Wirkungen auf Körper und Seele hat, ist unumstritten. Dennoch wird sie als Therapieform in der Schulmedizin noch nicht anerkannt. Wissenswertes zur Schröpf Massage haben wir dir hier zusammengestellt.

Schröpfgläser: ältestes Heilverfahren mit nachgewiesener Wirkung

Bestimmte Therapieformen sind uralt und bleiben auch in modernen Zeiten eine hilfreiche Massnahme, um Beschwerden und Schmerzen zu lindern. Dazu gehört auch das Schröpfen, das eine bessere Durchblutung fördert. Moderne Geräte gestatten heute eine vielseitige Anwendung und die Kombination des Schröpfens mit einer Massage. Vor der Anwendung ist beim Heilpraktiker jedoch immer eine eingehende körperliche Untersuchung notwendig. Übrigens: Das Schröpfen ist auch im Gesicht möglich. Alles zum Thema gibt es hier.

Spinalkanalstenose: Massage statt Operation?

Die Spinalkanalstenose ist eine der häufigsten Erkrankungen des Rückens jenseits des 50. Lebensjahres. Neben der Muskulatur kann ein zu enger Wirbelsäulenkanal oder Spinalkanal oft Rückenprobleme verursachen. Betroffene klagen über ausstrahlende Rückenschmerzen und gefühllose Extremitäten. Die Lebensqualität ist dabei oft extrem eingeschränkt. Bei der sogenannten Spinalkanalstenose verengt sich der Kanal im Inneren der Wirbelsäule am zentralen Nervensystem oder im Bereich der Lendenwirbelsäule. Dort verlaufen auch die Nervenwurzeln, die durch mehrere Rückenmarksschichten geschützt sind. Sie verlassen die Wirbelsäule paarweise links und rechts durch Nervenfenster.

Fussmassage: Entspannung für Körper und Füsse – und was sonst noch?

Die Fussmassage geniesst hohes Ansehen: Sie soll dem ganzen Körper guttun, Entspannung für die Füsse bringen, der Gesundheit zuträglich sein und verschiedene Beschwerden lindern können. Welche Wirkung hat eine Fussmassage wirklich? Wer massiert, wie genau und warum? Wo liegen die Reflexzonen auf den Fusssohlen, und welches Öl ist geeignet? Du hast Fragen – wir haben die Antworten! Von der richtigen Technik über Studien bis hin zum passenden Öl findest du hier alle wichtigen Informationen.

Die Breuss Massage – ganzheitliche Therapie für die Wirbelsäule

Bewegung ist entscheidend für die Gesundheit und fördert auch die gesunde Körperhaltung und die Flexibilität der Wirbelsäule. Fehlhaltungen und Bewegungsmangel dagegen verursachen Verspannungen und Schmerzen. Einige Therapieformen sind auf dieses Gebiet spezialisiert und finden als Rückenmassage für Beschwerden des Bewegungsapparats Anwendung. Besonders sanft ist die Breuss Massage, die mit der Dorn Methode, einer bekannten Wirbelsäulentherapie, hervorragend kombiniert werden kann.