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Bindegewebs-Massage – die Therapie für Haut und Organe

Bindegewebs-Massage – die Therapie für Haut und Organe

Die im Jahr 1929 von einer Krankengymnastin entwickelte Bindegewebs-Massage ist ein wesentlicher Teil der Physiotherapie. Bei dieser manuellen Reiztherapie sollen nicht nur Beschwerden des Bewegungsapparates gemildert werden. Auch bei Erkrankungen der inneren Organe wird sie erfolgreich eingesetzt. Die Massage ist recht intensiv und erreicht sogar das Bindegewebe der Unterhaut. Für einige Patienten ist die Massage sogar schmerzhaft. Dennoch solltest du sie unbedingt einmal ausprobieren, um die positive Wirkung zu spüren.

Was ist die Bindegewebs-Massage?

Die Bindegewebs-Massage, die zu den Reflexzonenmassagen zählt, zeichnet sich durch eine Strich- und Zugtechnik aus. Dadurch soll sie nicht nur auf den Bewegungsapparat, sondern auch auf die inneren Organe positiven Einfluss nehmen. Die Wirksamkeit der Bindegewebs-Massage ist wissenschaftlich erwiesen. Da es sich um eine sehr komplexe Massage handelt, darf diese nur von Physiotherapeuten mit entsprechender Weiterbildung durchgeführt werden.

Welche Organe werden bei der Massage angesprochen?

Auf der Haut eines Menschen befinden sich die sogenannten Headschen Zonen. Jede dieser Zonen ist mit einem bestimmten inneren Organ verbunden. Wird die Zone also gezielt bearbeitet, kann das entsprechende Organ positiv beeinflusst werden. Experten gehen weiterhin davon aus, dass Verspannungen in direktem Zusammenhang mit Störungen der inneren Organe stehen. Bei bestimmten Erkrankungen wird die Bindegewebsmassage ärztlich verordnet und die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Behandlung. Immerhin handelt es sich um eine Massageform, die auch von der Schulmedizin anerkannt wird.

Wie wird die Therapie durchgeführt?

Die Bindegewebs-Massage ist mit der klassischen Massage nicht vergleichbar. Während diese meist als sehr angenehm empfunden wird, kann die Bindegewebsmassage unangenehm oder gar schmerzhaft sein. Der Ablauf der Behandlung erfolgt einem strengen Prinzip: Die Massage beginnt am Becken und wird dann am Rücken und Bauch fortgeführt. Der Therapeut benutzt für die Massage vorrangig Mittel- und Ringfinger und führt eine Strich- und Zugtechnik aus. Personen, die ein schwaches Bindegewebe haben, reagieren auf die Massage unter Umständen mit blauen Flecken am Körper.

Eine Bindegewebs-Massage dauert etwa 20 bis 30 Minuten und kann problemlos zwei bis drei Mal in der Woche durchgeführt werden. Je nach vorliegenden Beschwerden kann sich die Behandlung über mehrere Monate hinziehen. Unbedingt solltest du dich für die Behandlung in eine Massagepraxis begeben, denn sie sollte nur von einem erfahrenen Physiotherapeuten durchgeführt werden. Zur Eigenbehandlung eignet sich die Massage auf keinen Fall. Wichtig ist, dass am Ende der Behandlung eine Ruhephase von mindestens 30 Minuten eingehalten wird.

Wie stehen Haut und Bindegewebe miteinander in Verbindung?

Das Bindegewebe ist ein einziges grosses Netzwerk, das den gesamten Körper zusammenhält. Als Unterlage der Haut und Gerüst der inneren Organe nimmt es bei der Bindegewebs-Massage eine wesentliche Rolle ein. Die Massage beruht auf dem Prinzip der Segmenttherapie, welches besagt, dass die inneren Organe über die Nervenbahnen mit der Haut in Verbindung stehen. Kommt es also zu einer Funktionsstörung eines Organs, kann der Therapeut es im Unterhautgewebe ertasten und entsprechend behandeln.

Wie erfolgt die Stimulation des Bindegewebes?

Beim Bindegewebe handelt es sich um ein stützendes Gewebe, das die einzelnen inneren Organe umhüllt. Es kommt in allen Bereichen des menschlichen Körpers vor. Bei der subkutanen Reflextherapie werden die einzelnen Bindegewebszonen umfassend bearbeitet. Der mechanische Reiz erfolgt dabei sowohl auf die Haut als auch auf die Unterhaut und die Faszien. Ertastet der Therapeut einzelne Bindegewebszonen, kann dies recht schmerzhaft sein. Tatsächlich ist es gewollt, dass der Patient während der Behandlung ein unangenehmes Schneidgefühl verspürt. Aufgrund der gesteigerten Durchblutung kann es zudem zu einer Quaddelbildung kommen.

Das Hauptaugenmerk der Behandlung liegt auf dem Rücken. Hier gibt es verschiedene Bindegewebszonen. Liegt eine Erkrankung innerer Organe vor, weisen die Zonen eine erhöhte Gewebespannung auf. Die dem Organbereich zugehörige Zone zeigt dann verhärtete Stellen, die vom Therapeuten ertastet werden können. Das Erstellen einer Diagnose zählt jedoch nicht zu den Aufgaben des Physiotherapeuten. Vielmehr kommt der Patient bereits mit einer eindeutigen Diagnose in die Massagepraxis. Die Massage baut dann entsprechend darauf auf.

Bei welchen Erkrankungen wird die Massage durchgeführt?

Die Bindegewebs-Massage kommt bei zahlreichen Beschwerdebildern zum Einsatz. Hierzu zählen unter anderem:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Gefässerkrankungen wie Durchblutungsstörungen
  • Venenleiden
  • neurologische Störungen
  • Beeinflussung des vegetativen Nervensystems

Bei Krebserkrankungen oder einer erhöhten Blutungsneigung sollte auf die Bindegewebs-Massage verzichtet werden. Wer an starkem Asthma leidet, sollte diese Art der Massage ebenfalls nicht durchführen lassen.

Was kann die Bindegewebs-Massage nicht?

Bei erhöhten Wasser- oder Fetteinlagerungen, etwa durch eine Gewichtszunahme oder während der Schwangerschaft, kann es passieren, dass sich kleine Risse im Bindegewebe bilden. Diese sind auch als Schwangerschaftsstreifen bekannt. Auch können sie als kleine Pölsterchen sichtbar sein – man bezeichnet das ungeliebte Symptom als Cellulite. Vor allem Frauen sind von ihr betroffen und haben häufig eine angeborene Bindegewebsschwäche. Solche Schwangerschaftsstreifen und Cellulite kann man mit der Bindegewebsmassage leider nicht einfach wegmassieren.

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