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Die Dorntherapie als Methode zur Heilung von Rücken- und Gelenkbeschwerden

Schmerzen im Rücken und in den Gelenken sind heutzutage weit verbreitet. Egal ob bei der Arbeit oder in der Freizeit – unser Lebensstil ist häufig mit zu wenig Bewegung und der Überlastung bestimmter Körperregionen verbunden. Neben einer Änderung deiner Gewohnheiten ist die Dorntherapie eine erfolgreiche Methode, um deine Beschwerden anzugehen. Die sanfte Massage wirkt sich nicht nur positiv auf dein körperliches Wohlbefinden aus, sie verhilft dir auch zu einer ausgeglichenen Psyche. In den folgenden Abschnitten erhältst du alle wichtigen Informationen zur Dorntherapie.

Was ist die Dorntherapie?

Die Dorntherapie, auch Wirbelsäulentherapie nach Dorn oder Dorn-Methode genannt, ist ein sanftes Verfahren, das bei der Behandlung von Gelenk- und Rückenbeschwerden zum Einsatz kommt. Vor allem Fehlstellungen der Gelenke und Wirbel werden mit der Methode behandelt. Mithilfe einfühlsamer Bewegungen bringt der Therapeut die verschobenen Körperteile auf schonende Weise in die richtige Position zurück. Elemente aus der Meridianlehre und der Traditionellen Chinesischen Medizin sorgen für eine Linderung der Schmerzen. Obwohl die Dorntherapie zu den alternativmedizinischen Verfahren zählt, gibt es zahlreiche Personen in Heilberufen, die die Methode in ihren Praxen anbieten.

Wer hat die Dorntherapie erfunden?

Die Dorntherapie wurde in den 1970er Jahren von Dieter Dorn (1938-2011) erfunden. Der deutsche Landwirt, der zusätzlich ein Sägewerk betrieb, lebte im bayerischen Lautrach in der Nähe von Memmingen. 1973 hob er einen Baumstamm ungünstig an und liess seinen Hexenschuss von Landwirt Josef Müller aus dem Nachbarort behandeln. Die erfolgreiche Methode des alten Bauern weckte Dorns Interesse. Aus der Erinnerung heraus begann der Landwirt, Menschen zu ertasten. Zunächst behandelte er nur Familie und Bekannte, später liessen sich auch Fremde von Dorn massieren. 1985 nahm der Orthopäde Thomas Hansen Kontakt zu Dorn auf. Der erfolgreiche Arzt war schnell von Dorns Therapie überzeugt und organisierte Seminare, um anderen Interessierten das Verfahren zu vermitteln. Mittlerweile ist die Dorntherapie weltweit bekannt.

Auf welchen Grundannahmen basiert die Methode nach Dorn?

Die Methode nach Dorn orientiert sich vor allem an der Traditionellen Chinesischen Medizin. Diese geht davon aus, dass sich Körper, Geist und Seele im Einklang befinden und sich wechselseitig beeinflussen. Liegt eine Blockade in einem bestimmten Wirbel vor, sind die dazugehörigen Organe, Muskeln und Nerven ebenfalls von Problemen betroffen. Zusätzlich treten psychische Beschwerden wie Angst und depressive Verstimmung auf. Durch die gezielte Behandlung von Blockaden und Fehlstellungen in Wirbeln und Gelenken kommt es zu einer ganzheitlichen Heilung von Körper und Psyche.

Bei welchen Beschwerden ist die sanfte Massage nach Dorn hilfreich?

Die Dorntherapie kommt vor allem bei Gelenkproblemen und bei Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule zum Einsatz. Folgende Erkrankungen können mithilfe der Dorn-Methode therapiert werden:

  • Rückenschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Knieschmerzen
  • Stress
  • Migräne
  • wirbelsäulenbedingte Kopfschmerzen
  • Hexenschuss
  • Tennisellenbogen
  • Arthrose der Gelenke
  • Beckenschiefstellung
  • funktionelle Störungen der inneren Organe und Organsysteme
  • Schwindelgefühl
  • Energiemangel
  • Ohrenrauschen
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Muskelverspannungen
  • Nervenstörungen
  • Skoliose
  • Schlafstörungen

Wie funktioniert die Behandlung von Wirbelsäule und Gelenken?

Die Dorntherapie ist eine ganzheitliche Methode, die auf den gesamten Körper ausgerichtet ist. Eine wichtige Rolle spielt vor allem die Korrektur der Beinlängendifferenz, denn unterschiedlich lange Beine belasten Wirbelsäule und Gelenke. Im ersten Schritt der Therapie legt sich der Patient entspannt auf den Rücken, damit der Therapeut die Länge der Beine und die Gelenke untersuchen kann. Die weitere Behandlung des Patienten erfolgt im Stehen und im Sitzen. Der Therapeut untersucht dabei die Wirbelsäule und den Nacken. Bei jedem Schritt überprüft er, ob Blockaden oder Fehlstellungen der Gelenke und Wirbel vorliegen und korrigiert diese mithilfe von sanften Griffen. Bereits leichter Druck ist ausreichend, um die verschobenen Körperteile in die richtige Position zu verschieben. Mit vorgegebenen Bewegungen unterstützt der Patient die Korrektur. Häufig wird die Dorntherapie mit der Breuss-Methode kombiniert. Die sanfte Rückenmassage mithilfe von Johanniskrautöl sorgt für Entspannung und fördert die Regeneration der Wirbel. Weitere Verfahren wie eine Sportmassage oder die Therapie mit Bachblüten wirken ebenfalls unterstützend.

Wie lange dauert die Behandlung mit der Dorntherapie?

Wie viele Therapiesitzungen notwendig sind, um Beschwerden zu lindern, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt dabei vor allem auf das Krankheitsbild an. Häufig treten nach nur einer Sitzung von durchschnittlich 60 Minuten deutliche Verbesserungen auf. Bei vielen Patienten sind daher drei bis vier Therapiestunden ausreichend, um Erfolge zu erzielen. Liegen chronische Beschwerden vor, ist meistens eine Therapie über einen längeren Zeitraum notwendig. Wichtig für den Therapieerfolg ist zudem die Eigeninitiative des Anwenders. Mit gezielten Übungen im Alltag kann der Patient die Erfolge in Eigentherapie stabilisieren.

Wer darf die Methode nach Dorn durchführen?

Die Erlaubnis zur Durchführung der Dorntherapie ist gesetzlich geregelt. Zu therapeutischen Zwecken darf die Dorntherapie nur von Personen mit offizieller Heilkundeerlaubnis durchgeführt werden. Dazu zählen Ärzte und Heilpraktiker. Personen in anderen medizinischen Berufen wie zum Beispiel

  • Physiotherapeuten,
  • Ergotherapeuten,
  • Gesundheits- und Krankenpfleger,
  • Hebammen
  • medizinische Masseure

dürfen das Verfahren ebenfalls anwenden. Allerdings muss zuvor die Anweisung von einem Arzt erfolgt sein, den die Patienten besucht haben. Auch Laien ist erlaubt, die Durchführung der Dorntherapie in einem Kurs zu erlernen. Allerdings dürfen sie die Methode nur im Rahmen einer Wellness-Behandlung anbieten oder zur Selbsttherapie nutzen.